Hydraulische Felgenbremsen besitzen keine Bowdenzüge, sondern Öldruckleitungen. Der sich im Bremsgriff befindende Geberkolben drückt das Öl über die Hydraulikleitung in den Nehmerkolben und dieser presst die Bremsbeläge an die Felge.
Durch die verschleißfreie Kraftübertragung sind hydraulische Felgenbremsen nahezu wartungsfrei. Lediglich die Bremsklötze und die Felge sind Verschleißteile und müssen bei Bedarf regelmäßig ausgetauscht werden. Ansonsten beschränkt sich die Wartung auf eine regelmäßige Inspektion auf Ölaustritt.
Das Mehrgewicht der Bremse belohnt den Fahrer mit besserer Dosierbarkeit und höherer Bremskraft. Das Einstellen der Rückholfeder entfällt, die Belege nutzen sich gleichmäßig ab, weil der Bremsdruck sich gleichmäßig verteilt.
Vorteile im Vergleich zur seilgezogenen Felgenbremse:
- Gleicher Druckpunkt an der Vorder- und Hinterradbremse (Öl lässt sich nicht komprimieren)
- Feinfühlig dosierbare, hohe Bremskraft
- Kein einfrieren der Bremsleitung bei kalten Temperaturen
- Die Bremsbeläge werden parallel und ganzflächig an die Felgenflanke gepresst (gleichmäßigerer Abrieb)
Nachteile im Vergleich zur seilgezogenen Felgenbremse:
- höherer Anschaffungspreis und geringfügiges Mehrgewicht
Ebenso wie bei den seilgezogenen Felgenbremsen gilt auch hier:
Um Schäden an den Felgen zu vermeiden, sind die Bremsbeläge aus relativ weichen Material. Wenn beim Bremsvorgang kratzende oder kreischende Geräusche auftreten, sollten Sie die Flächen der Beläge untersuchen. Fremdkörper, die sich in den Belägen festsetzen, können zur Beschädigung der Felgenflanke führen. Sie müssen dann unbedingt die Bremsschuhe und die Felge reinigen.
Eine Kontrolle der Bremsen sollten Sie ohnehin regelmäßig vornehmen. Nur so können Sie sich darauf verlassen, dass Sie in Gefahrensituationen rechtzeitig zum Stehen kommen.
Bremsencheck
- Überprüfen Sie den allgemeinen Zustand der Bremsbeläge und deren Stellung zur Felge
- Reinigen Sie ab und zu die Beläge mit Schmirgel oder einer Drahtbürste
- Ersetzen Sie abgefahrene Bremsbeläge